Pressetext über die Ausstellung in Fischingen 2012

Wilerzeitung, 23. Oktober 2012

 

 

Bild und Text: Christof Lampart

Einzig dem freien Ausdruck verpflichtet
Die Bilder von Monika Heim finden längst über den privaten Kreis hinaus ihre Fans und Liebhaber
  
Monika Heim Klement aus Flawil malt, wie es wohl viele gerne täten: nämlich frei von Zwängen. Ganz „zwanglos“ erregt sie mittlerweile auch mit ihren ausdrucksstarken Werken die Aufmerksamkeit der kunstaffinen Öffentlichkeit. Nun stellt sie demnächst im Kloster Fischingen aus.


Monika Heim Klement ist eine Ausdrucksmalerin. Oder vielleicht sollte man sie lieber als „freie Malerin“ bezeichnen? Tatsache ist, dass die Flawilerin, welche im Brotberuf als Lehrerin unterrichtet, sich dem anleitungsfreien Malen verschrieben hat. Seit gut 18 Jahren besucht Monika Heim Klement ergänzend zum Malen zu Hause einmal wöchentlich ein Atelier, in dem nach den kunsterzieherischen Prinzipien Arno Sterns gearbeitet wird. „Damals schlug ich einen eigenen Weg zum Malen ein, auf dem mich niemand gesteuert und bewertet hat – ausser ich mich selbst“, so die 44-jährige heute rückblickend.

Alles bleibt „frei“
Da Monika Heim Klement sich jahrelang selbst ausserhalb jeder kritischen Betrachtung wähnte – sieht man einmal von ihrer eigenen Kritik und jener der engsten Familienangehörige und Freunde ab – entwickelte die Künstlerin kompromisslos einen durch und durch authentischen Malstil. Dieser zeigt sich heute in zumeist abstrakten Gouache-, Ölkreide- und Mischtechniken-Bilder, welche durch ihre differenzierte Gestaltung und tiefgründige Aussage die Betrachter unmittelbar anzusprechen vermögen.

Vorderhand zeigt sich Abstraktes in den Bildern, wobei jede(r) eingeladen ist, sich das Bild selbst zu deuten. Ist es ein Ballon, ein Baum, eine Blume, die einem da entgegen leuchtet? Monika Heim Klement ist auch hier ganz „freie Malerin“ und lässt alles offen. Den Zwang, den sie für sich selbst beim Malen ablehnt, will sie auch nicht anderen aufoktroyieren. Diese radikale Haltung schafft wiederum beim inneren Dialog zwischen Betrachter und Bild eine „Unmittelbarkeit“, welche spannend ist und einen ohne weiteres an ein Bild fesseln kann.

„Eine Bestätigung für mich“
Was Wunder also, fanden die Bilder schon bald über den privaten Kreis hinaus ihre Fans und Liebhaber, so dass es wiederum nur eine Frage der Zeit war, bis auch Galeristen und andere Aussteller auf die Künstlerin aufmerksam wurden. 2008 zeigte Monika Heim Klement erstmals in Wattwil ihre Werke und bereits 2009 erfolgte in der „Galerie zur alten Bank“ in Niederuzwil mit einer Einzelausstellung der Durchbruch. „Ich verkaufte viele Bilder und habe auch sonst ein sehr grosses und vor allem positives Echo auf meine Werke gehabt“, erinnert sie sich gerne zurück.

Rückmeldungen auf ihr Schaffen bedeuten Monika Heim Klement nach wie vor sehr viel – ungeachtet dessen, dass sie im Grunde genommen für sich selbst malt, denn „wenn andere das schätzen, was ich für mich als sehr wertvoll erachte, dann ist das eine Bestätigung für mich“, erzählt sie.

Ausstellungsstart 5. November
Im 2011 hatte sie zwei Ausstellungen, 2012 vor Fischingen noch keine. Doch auch das war gewollt und geplant. „Ich brauchte einfach auch wieder einmal ein bisschen Abstand. Doch nun bin ich mit grossem Enthusiasmus dabei, die Fischinger Ausstellung zu planen und zu gestalten“, erzählt sie.

Im Kreuzgang wird vom 5. November bis zum 16. Dezember 2012 ein Querschnitt von Monika Heims Schaffen der letzten Jahre zu sehen sein. Auf eine Vernissage wird bewusst verzichtet, jedoch lädt die Künstlerin am Sonntag, den 18. November, ab 13.30 Uhr zu einem Ausstellungsapéro ein.